30. März 2010
Aktionsbericht vom Trauermarsch in Lübeck
Bereits das fünfte Jahr in Folge veranstalteten freie Kräfte
aus Schleswig-Holstein einen Trauermarsch zum Gedenken an den
alliierten Bombenterror in der Hansestadt Lübeck. Wie schon in den
vergangenen Jahren versuchten Linksextremisten zusammen mit
Kirchenvertretern, Gewerkschaftsfunktionären und Systemparteien
den angemeldeten und durch die Versammlungsbehörde genehmigten
Marsch zum Gedenken an die Bombenopfer zu unterbinden. Während in
den vergangenen Jahren zumindest die Polizei den demokratischen Schein
waren wollte und auch teilweise konsequent gegen linkskriminelle
Störer vorging, so offenbarte sich selbst bei den
„Ordnungshütern“ in diesem Jahr ein anders Verhalten.
Bereits bei einer Einwohnerversammlung einige Tage vor dem Trauermarsch
zeigte sich Polizeipräsident Hüttmann sehr
zurückhaltend, als er auf eventuelle Räumungen von Blockaden
angesprochen wurde. Man muß die
Verhältnismäßigkeit der Mittel waren, so
sinngemäß die Auffassung des Polizeichefs. Unter dem Beisein
unzähliger Antifaschisten plauderte Hüttmann über
mögliche Sperrungen des Stadtteils und die Einsatztaktik der
Polizei und gab den Störern dadurch hilfreiche Informationen.
Diese Kooperation war auch am Veranstaltungstag allgegenwärtig.
Obwohl die Blockaden teilweise weniger als 50 Teilnehmern zählten,
machte die Polizei keine ernsthaften Anstalten die Wegstrecke zu
räumen. Man beugte sich der Gewalt und ließ die Blockierer
gewähren, weil man weitere Ausschreitungen fürchtete.
Herrschen in Lübeck bereits Verhältnisse wie in der Weimarer
Republik und der Rechtsstaat resigniert vor wenigen hundert
linksextremistischen Chaoten?
Etwa 250 Nationalisten versammelten sich um die Mittagszeit am
Hinterausgang des Lübecker Bahnhofes. Nachdem die Teilnehmer die
schon fast üblichen Kontrollen über sich ergehen
ließen, konnte der Trauermarsch zeitnah mit dem Verlesen der
Auflagen beginnen. Wie in den vergangenen Jahren führten mehrere
Aktivisten in Skelettkostümen auch dieses Jahr den Trauermarsch
an. Aus dem Lautsprecherwagen schallte klassische Musik und es ging
geordnet und ohne Störungen bis zum nahe gelegenen Ziegelteller,
auf dem eine Kundgebung stattfand. Nach einer Schweigeminute für
die Bombenopfer verdeutliche unser Kamerad Thomas „Steiner“
Wulff die politische Notwendigkeit eines solchen Trauermarsches und
ging dabei auch auf die staatlichen Repressionen und das Zusammenspiel
zwischen Staat und gewalttätigen Linksextremisten ein. Als zweiter
Redner fand der neu gewählte NPD-Landesvorsitzende Jens Lütke
deutliche Worte. "Wir haben die Geschichtsschreibung der Sieger nicht
übernommen und wissen, daß die Deutschen nicht bloß
Täter waren.“, so Lütke. Auch auf die etwas geringere
Teilnehmerzahl des diesjährigen Trauermarsches ging Lütke
ein: „Egal, ob wir 100 oder 1.000 sind, wir haben es geschafft,
daß heute Medien und Politik an den Bombenangriff erinnern."
Da die Polizeieinsatzleitung nach der Kundgebung verdeutlichte,
daß sie nicht gewillt sei, die Wegstrecke zu räumen, um den
ordnungsgemäßen Verlauf des Trauermarsches sicherzustellen,
löste der Versammlungsleiter Thomas (Steiner) Wulff die
Versammlung auf und übergab damit die weitere Verantwortung an die
Polizei. Unter Androhung von Gewalt und der einen oder anderen
unsanften Schubserei wurden die Versammlungsteilnehmer von der Polizei
zurück in den Steinrader Weg gedrängt. Um eine weitere
unnötige Eskalation, die dem Gedenken an die Bombenopfer geschadet
hätte, zu vermeiden, gingen die Teilnehmer des Trauermarsches
friedlich zurück zum Bahnhof. Zeitgleich kam es in der
Lübecker Innenstadt zu Krawallen. Papiercontainer gingen in
Flammen auf und Schaufensterscheiben einiger Geschäfte wurden mit
Pflastersteinen eingeworfen.
Auch wenn das linksextremistische Gesindel jetzt ihren
fragwürdigen Erfolg feiert, sei eines in aller Deutlichkeit
gesagt. Wir haben unsere Versammlung nicht aufgelöst, weil einige
hundert Personen uns den Weg blockierten, sondern weil die Staatsmacht
seit diesem Jahr auch vor Rechtsbruch nicht zurückschreckt und
alle Möglichkeiten nutzt, um nationale Aufmärsche zu
verhindern. Die Versammlungsleitung prüft in diesem Zusammenhang
bereits rechtliche Schritte. Sollte auch die Staatsanwaltschaft solche
Taten decken, werden zukünftig sicherlich andere Aktionsformen
notwendig sein, um unser Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit
durchsetzen zu können.



