13. Februar 2007

Ein Licht für Dresden brennt auch in Lübeck

Am Abend des 13. Februar versammelten sich gut ein Dutzend nationalbewußte Lübecker auf dem Ehrenfriedhof, um den Opfern des Bombenterrors auf Dresden im Jahre 1945 zu gedenken.

Der Bombenterror auf Dresden ist schicksalhaft mit den Luftangriffen auf unsere Heimatstadt verbunden, denn auf Lübeck wurde im Jahre 1942 der erste Luftangriff gegen Zivilbevölkerung verübt. Der Befehlshaber der englischen Luftwaffe "Bomber Harris" äußerte sich seinerzeit wie folgt: "Lübeck ist aufgrund der vielen alten Fachwerkhäuser so brennbar wie ein Feuerzeug. Die Stadt bildet ein ideales Testfeld für Flächenbombardierungen." Diese militärisch unnötigen Angriffe auf Zivilisten sollten in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 in Dresden ihren traurigen Höhepunkt finden. Über 250.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, kamen ums Leben.

An der Gedenkstätte für die Bombeopfer wurde mit Fackeln und Fahnen Aufstellung genommen. Nach dem ein Zitat von Gerd Hauptmann verlesen wurde, konnte in der Gedenkansprache eines Lübecker Aktivisten deutlich hervorgehoben werden, warum auch heute über 60 Jahre nach den Angriffen ein solches Gedenken notwendig ist. In diesem Zusammenhang wurden Parallelen zur derzeitigen Kriegspolitik der US-Amerikaner gezogen. Nach einer Gedenkminute wurden ein Lebenslicht und Blumen am Mahnmal niedergelegt. Die anwesende Polizei hielt sich im Hintergrund und nahm nach Beendigung der Veranstaltung lediglich Personalien auf.

Die teilnehmenden Aktivisten machten sich mit der Gewißheit auf die Heimreise, daß auch in Lübeck ein Licht für Dresden brennt.