18. März 2009
Stadtverkehr spendet Einnahmen
Fast jährlich steigen in unserer Hansestadt die Fahrpreise im ÖPNV und die Einführung eines Sozialtarifes
wurde durch die Bürgerschaft aus Kostengründen verworfen. Obwohl der Bürger
bereits 2,50 Euro für eine einfache Fahrt bezahlen muß, erwirtschaftet der
Stadtverkehr jedes Jahr ein beachtliches Defizit, das durch Steuergelder
ausgeglichen werden muß.
Was hat diese
desolate Verkehrspolitik mit unserem Trauermarsch in Lübeck zu tun?
Am vergangenen Wochenende wurden die Teilnehmer der Mahnwache
zum Gedenken an die Bombenopfer, auf Anweisung der Polizei mit einem Bus des
Stadtverkehrs zum Versammlungsort gefahren. Aus Sicht einiger linker Politiker
ein Skandal, der die Stadtwerke zu einer Rechtfertigung nötigte.
"Wir wollen an
diesen Transporten keinen Cent verdienen, sondern sorgen zusammen mit der
Polizei dafür, dass Nazis so schnell wie möglich aus der Stadt geschafft
werden", so Nibbe.
Der Stadtverkehr Lübeck wird daher, nach Aussage des Geschäftsführers, die Miete für die Polizei-Sonderfahrt
spenden, und zwar für ein geplante Mahnmal auf dem Bahnhofsvorplatz, das an die
Deportation und Ermordung der 92 Juden erinnern soll.
Unglaublich! Zustehende Einnahmen werden gespendet und ein
Sozialtarif für arme Bürger aus Kostengründen vom Tisch gefegt. Aber da dies
alles ja unter dem Deckmantel einer wehrhaften Demokratie geschieht, die
lediglich den Rechtsextremismus bekämpfen muß, haben die Bürger sicherlich
Verständnis dafür…
Vom Bahnhofsvorplatz wurden die Teilnehmer von der Polizei in einen Bus geleitet