17. März 2010
Die krampfhafte Suche nach Verbotsgründen
Wer am vergangenen Sonntag die Lübecker Nachrichten beim
morgendlichen Frühstück aufschlug, dem konnte fast der Bissen im Halse stecken
bleiben. Jetzt sollen nach Informationen der Zeitung auch Motorradrocker der berüchtigten
„Bandidos“ zum Trauermarsch nach Lübeck kommen. Woher diese Informationen
stammen, verriet die LN nicht und auch eine Suche im Internet brachte kein
Ergebnis. Man könnte mit Blick auf diese Lügenmeldung auch unterstellen, dass
hier ganz bewusst mit der Angst der Bürger gespielt werden sollte, um später
ein Verbot des Trauermarsches besser rechtfertigen zu können.
Die Versammlungsleitung wird keinen Bürger, der den Lübecker
Bombenopfern friedlich gedenken möchte, von der Versammlung ausschließen, auch
dann nicht wenn dieser Mitglied eines Motorradclubs ist. Doch in Bezug auf die
Teilnahme der „Bandidos“ an unserem Trauermarsch, können wir den Wind aus den Segeln nehmen.
Die „Bandidos“ veröffentlichten auf Ihrer einen Internetseite eine Stellungnahme,
die sich klar gegen eine Teilnahme ausspricht.
Die krampfhafte Suche nach Verbotsgründen geht somit weiter
und wir sind gespannt, was in den nächsten Tagen noch so alles aus dem Hut
gezaubert wird. Vielleicht eine Verbindung zur El-Kaida und die Teilnahme von
50 Selbstmordattentätern, die nötigenfalls Polizeisperren einfach
wegbomben? Der Kreativität sind hier
kaum Grenzen gesetzt und wir freuen uns bereits auf die nächste Presseente!
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Die
Versammlungsleitung ist bereits, wenn notwendig bis zum
Bundesverfassungsgericht zu gehen, um unser Recht auf Versammlungsfreiheit
durchzusetzen.
