21. März 2007

Mahnwache zum Gedenken an die Lübecker Bombenopfer.

Am vergangenen Sonnabend führten nationale Aktivisten in der Lübecker Innenstadt eine Mahnwache zum Gedenken an die Bombenopfer durch. Obwohl an den Tagen zuvor in der Öffentlichkeit viel über ein Verbot des Trauermarsches am 31. März spekuliert wurde, gab es bei der Anmeldung dieser kleinen Mahnwache keinerlei Probleme mit der Versammlungsbehörde. So konnten mehr als 25 Teilnehmer mit Fahnen, Plakaten, Transparent und Skelettkostüm über die Hintergründe dieser Bombennacht aufklären. In ihren Redebeiträgen verdeutlichten der Anmelder des Trauermarsches, Jörn Lemke, und der stellv. NPD Landesvorsitzende Jens Lütke, daß die Opfer dieser feigen Bombenangriffe in unseren Herzen auch nach 65 Jahren unvergessen sind. Da die Polizei weiträumige Absperrmaßnahmen durchführte, hatten die Bürger etwa drei Stunden lang die Gelegenheit mit dem Anmelder der "Nazi-Demo", wie es die Lübecker Nachrichten in den vergangenen Tagen formuliert hatte, zu diskutieren. Dabei stellte sicht heraus, daß viele Bürger, offensichtlich aufgrund der Medienberichterstattung, ein vollkommen falsches Bild vom Ablauf unserer Veranstaltung hatten, denn auch an diesem Nachmittag gingen die Störungen eindeutig von "links" aus. Aufgrund der Unentschlossenheit der Gegendemonstranten und der polizeilichen Absperrungen bleib es jedoch ausschließlich bei verbalen Entgleisungen. Sprechchöre wie "Bomber Harris do it again" oder "Ihr habt den Krieg verloren" waren da nur Beispiele für das fragwürdige Geschichtsbild dieser Chaoten. Ein Gegendemonstrant, der in der Hauptschule wohl allzu oft gefehlt haben muß, versuchte den Teilnehmern unserer Mahnwache über Megaphon zu erläutern, daß auf unserem Flugblatt ein deutscher Flieger abgebildet war. Sechs, setzen! Bei dem Flugzeug auf unserm Flugblatt handelt es sich um einen alliierten Bomber, eine "B-29 Superfortress". Man sollte sich erst informieren, bevor man solchen Geschichten verbreitet.
Doch außer blödsinnigen Sprechchören und Redebeiträgen hatte die Gegenseite nichts entgegenzusetzen. Die Aussage ihrer Flugblätter "Wir können sie stoppen" waren an diesem Nachmittag nicht mehr als Lippenbekenntnisse und so verlief auch das Abrücken unserer Versammlungsteilnehmer ohne die geringste Störung.