16.01.2012
Trauermarsch in Magdeburg
- Auch Kameraden aus Lübeck nahmen an dem Gedenken teil -
Am
14. Januar diesen Jahres fand in Magdeburg das alljährliche Gedenken
an die Opfer der Bombardierung Magdeburgs durch alliierte Luftstreitkräfte
und der fast vollständigen Zerstörung der Stadt durch das Flammenmeer
statt. Bereits seit 2001 führt die "Initiative gegen das Vergessen" und
viele weitere Unterstützten diesen Gedenkmarsch durch.
Auch Nationalisten aus Lübeck sahen sich in der Pflicht Ihre Trauer dort
zu zeigen und an diesem Gedenken teilzunehmen. Aus diesem Anlass setzte sich
eine Reisegruppe am frühen Morgen vom Bahnhof Lübeck aus mit dem
Zug in Bewegung. Die Anreise verlief ohne Zwischenfälle und umso näher
man seinem Zielort kam desto mehr Leute gesellten sich dazu.
Aufgrund der zahlreichen Anreise von Gruppen aus allen Himmelsrichtungen verzögerte
sich der Start des Gedenkmarsches. Diese Zeit wurde dazu genutzt, Ankündigungsflugblätter
für den Lübecker Trauermarsch am 31. März zu verteilen und
das eine oder andere Gespräch unter Kameraden zu führen. Als es
gegen 13 Uhr vom Nicolaiplatz in Magdeburg-Neustadt
endlich losging formierten sich über 1200 Menschen mit Fahnen und Transparenten
in sechser Reihen in Richtung Opernhaus zum Campus - Tower. Auch unsere Lübecker
Abordnung reihte sich mit einem eigenen Transparent in den Demonstrationszug
ein. Nach etwa einer halben Stunde stoppte der
Zug an einer Bahnhofsunterführung aufgrund einer Sitzblockade von etwa
50 Gegendemonstranten in KZ-Häftlingskleidung. Nach langen Diskussionen
zwischen der Versammlungsleitung und der Polizei wurde diese dann geräumt,
so daß sich der Zug gegen 14 Uhr wieder in Bewegung setzen konnte. Als
man gegen 15 Uhr den Campus - Tower erreichte, kam es zu einem Stillstand
aufgrund einer weiteren Blockade. An dieser Stelle kam es dann zu Rangeleien
zwischen Polizei und Gegendemonstranten, bei denen unter anderem auch eine
etwa 40 cm große Betonplatte aus dem 4. Stock eines Gebäudes auf
Polizeibeamte geworfen wurde, durch die allerdings zum Glück niemand
verletzt wurde. Linke Chaoten warfen Steinen und Flaschen auf die Versammlungsteilnehmer
und es wurden sogar Magnesiumfackeln, auch bekannt als "Bengalische Lichter",
gezündet und in unsere Reihen geworfen.
Vertreter aus Magdeburg, Bad Nenndorf und Österreich gaben ihrer Trauer
Worte und hielten bewegende Reden. Nach 30 Minuten machte man sich auf den
Rückweg zum Bahnhof Magdeburg - Neustadt. Aufgrund von Behinderung durch
Gegendemonstranten dauerte der Rückweg sehr lange. Gegen 18 Uhr gab es
eine 2. Kundgebung am Opernhaus, dort formierten sich einige Teilnehmer zu
einem Fackelzug. Zwischen den einzelnen Transparenten welche im Halbkreis
angereiht wurden, zündeten wir auch Grablichter an. Zu Wort kamen diesmal
ein Vertreter aus Dresden und ein Zeitzeuge dieses grausamen Geschehens. Nach
20 Minuten war auch diese Kundgebung beendet und man setzte sich in Bewegung,
um den Zielort zu erreichen. Gegen 18:30 wurde der Marsch vom Veranstalter
beendet und wir traten die Heimreise in den Norden
an, welche ohne Zwischenfälle verlief.
Marina Molt

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