10. August 2007
NPD Lübeck fordert Stolpersteine für Bombenopfer
Wenn der unbedarfte Bürger an Stolpersteine denkt, wird er damit sicherlich oft den schlechten Zustand der Lübecker Straßen in Verbindung bringen. Doch das ist ein anderes Thema und soll auch damit ganz und gar nicht gemeint sein.
In der vergangenen Woche wurden im Lübecker Stadtgebiet Stolpersteine
für Opfer des Nationalsozialismus gesetzt. Wieder einmal wird hier sehr
einseitig nur die eine Seite der Medaille beleuchtet und die Opfer von Vertreibung
und Bombenterror wohlweislich vergessen. Vergessen ist damit auch das unbeschreibliche
Leid, welches vornehmlich Frauen und Kinder auf der Flucht vor der Roten
Armee oder beim feigen Bombenterror auf deutsche Städte erleiden mußten.
Allein in Lübeck kamen in nur einer Nacht bei einem geplanten Bombenangriff
auf Zivilbevölkerung im Jahre 1942 über 300 Menschen, darunter
56 Kinder, ums Leben. Nur eine Gedenkstätte auf dem Lübecker Ehrenfriedhof
erinnert noch heute an diese menschenverachtende Tat. Noch nicht einmal am
Jahrestag werden seitens der Stadt Kränze und Blumen niedergelegt und
es bleibt nationalbewußten Deutschen vorbehalten in einem würdevollen
Rahmen den Opfern zu gedenken.
Da ist es nur konsequent, wenn die Nationaldemokraten in diesem Zusammenhang
Stolpersteine auch für Bombenopfer fordern. „Das Geld für
die ersten Stolpersteine ist bereits gespendet worden und der Stadtkasse
werden keine weiteren Kosten entstehen“, so der NPD-Kreisvorsitzende
Jörn Lemke, „daher wird der Kreisvorstand wird in den kommenden
Tagen einen entsprechenden Antrag zum Anbringen der Gedenksteine bei der
Stadtverwaltung stellen.“
Man darf gespannt sein, wie die Stadtverwaltung diesen Antrag behandelt,
denn Gedenksteine für deutsche Bombenopfer passen so gar nicht in das
kranke Weltbild dieser selbsternannten Musterdemokraten.
Quelle: www.npd-luebeck.de